
Alex liebstes und einziges Hobby ist die Fotografie. Besonders genießt sie es, dabei von ihren hartnäckigen Freunden Claudia und Niko in Ruhe gelassen zu werden, die ihr Interesse an Müll als Fotomotiv so gar nicht teilen können. Bei einer ausgiebigen Fotosession entdeckt Alex das Plakat einer Ausstellung der Fotografin Anna Stern und ist sofort fasziniert. Endlich ein Mensch, der wie sie die Ästhetik des Abfalls schätzen kann, ja, die Fotos übertreffen sogar die Qualität ihrer eigenen Bilder bei weitem. Neugierig besucht Alex die Eröffnung der Ausstellung und betrachtet voller Bewunderung die grandiosen Fotos, nur gestört von Claudia, die ebenfalls die Ausstellung aufsucht, um eine Erklärung für das aus ihrer Sicht obstruse Kunstverständnis ihrer Freundin zu bekommen. Allerdings findet sie die Bilder von Anna Stern mit all dem Müll, toten Tieren usw. ekelhaft und entsetzlich und kann Alex' Faszination nicht im Geringsten nachvollziehen.
Alles wird anders - das erhofft sich Alex zumindest vom Beginn der Oberstufe. Das Kurssystem verheißt ein Leben ohne Claudia. Aber natürlich ist Claudia so schlau, genau die Kurse zu nehmen, die auch Alex gewählt hat, und so schallt Alex in der ersten Schulstunde nach den Ferien - dem verhassten Chemieunterricht bei Dr. Orthmanns - Claudias wohl bekannter 'Aaaalex'-Ruf entgegen. Ist doch alles wieder beim Alten? Nicht ganz: Daniel taucht nicht in der Schule auf - hat er Dr. Orthmanns Rat befolgt und die Schule geschmissen? Claudias wilde Spekulationen, was Daniel wohl zugestoßen sein mag, verleiten Alex zu dem Fehler, Claudia von Daniels familiären Problemen zu erzählen, was Claudia zu noch größeren Sorgen animiert und ihr außerdem das schier unüberwindbare Hindernis in den Weg legt, ein Geheimnis für sich bewahren zu müssen.